Asana

Für die meisten Menschen beginnt Yoga mit den körperlichen Übungen. Dabei wird eine Haltung (Asana) durch einen fließenden Übergang (Vinyasa) mit einer anderen Haltung verbunden, begleitet von einer bewusst geführten, tiefen Atmung.

Durch das Üben wird der Körper gesund, stark, geschmeidig und widerstandsfähig. Allerdings ist da noch weit mehr!

Betrachtet man die Haltungen von außen, fällt einem schnell auf, dass jeder Asana eine präzise Struktur innewohnt. Diese Struktur ist geometrisch und in einigen Haltungen schon an ihrem Namen zu erkennen, wie z.B. bei Trikonasana, dem Dreieck.

Diese Geometrie ist die Grundlage allen Lebens. Wir finden sie überall in der Natur. Bei einer Schneeflocke, einer Blüte oder einem Schmetterling können wir sie sofort erkennen und darin die höhere Ordnung mit bloßem Auge sehen. Oder wenn wir einen Tropfen reines Quellwasser unter dem Mikroskop betrachten.

Der Sinn von Asana ist es, sich auf diese der Natur inhärente Geometrie einzuschwingen. Dadurch, dass wir den Körper nach ihr ausrichten, kann die Ordnung von außen nach innen wirken.

Dann können wir Stille erleben, Frieden, Verbundensein. Ähnlich wie bei einer Wanderung in den Bergen, oder wenn wir auf einer Wiese unter einem Baum liegen.

Yoga hat eine heilende, transformierende Kraft, und Asana ist eine Möglichkeit, diese Kraft auf einer körperlichen, berührbaren Ebene zu erfahren.